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Hamburger Schule

Ein paar Leute aus Hamburg, die in meinen Workshops waren, haben es aufgebracht und nun ist es offiziell:
Es gibt die "Hamburger Schule" für japanisch inspirierte Bondage.
Aus meiner Stellungnahme unter Seminaren
http://www.bondageproject.com/public/seminar.htm:

Was heißt "Hamburger Schule"? Uns geht es in erster Linie in den Seminaren darum, gemeinsam auszuprobieren, wie es mit den Seilen so funktioniert, dass es beiden Partnern erotischen Benefit beschert und dabei gleichzeitig sicher, schnell und effektiv ist. Die Fesselung kann den Partner schöner machen oder einfach nur hilflos, sie soll ihm helfen, mehr zu spüren, seinen Körper als Gesamtheit aus Innen und Außen zu begreifen. Bondage hat mit Erotik und Sex zu tun, mit Entgrenzung und Hingabe, mit Macht und Hilflosigkeit. Bondage darf mehr sein als ein sinnliches Spiel: Bondage darf fordernd, geil, schmutzig, heiß und dreckig sein. Dabei ist das Seil im besten Sinne ein direkter Ausdruck des Willens, den der Aktive den Passiven spüren lassen will. Und dabei kann es auch mal grob zugehen. Wobei "Passiver" eigentlich falsch ist, denn beim Fesseln geht es um eine gemeinsame Komplizenschaft und auch um das Ausloten der Möglichkeiten, die eine gefesselte Person hat. Und natürlich sollte das Seil irgendwann mehr sein, als nur ein Stück Material und die Bondage mehr als Technik. So wie aus einem Umfassen des Partners mit zwei Armen eine innige Umarmung, ein Festhalten, ein Schutz oder ein Kampf werden kann.
Bei uns gibt es keine Dan-Prüfungen oder Zertifikate, dafür aber den spielerischen Umgang mit dem Thema. Auch japanische Hintergrund-Infos und Terminologie sind uns nicht so wichtig. Und wir nennen das, was wir machen, ganz bewußt nicht Shibari sondern japanische Bondage.

Natürlich ist der Name nicht ganz ernst gemeint - ich finde ihn aber dennoch cool.

Matthias